„Salzburger Bergadvent“ stimmt auf die besinnliche Jahreszeit ein

Bereits zum dritten Mal begeisterte das Alpenländische Adventsingen mit Gruppen aus dem Salzburger Land und der Oberpfalz die Zuhörer in der ausverkauften Stadtpfarrkirche St. Georg.

Stadtpfarrer Thomas Kopp ging in seiner Begrüßung auf den glücklichen Umstand ein, dass das Konzert auf den Gedenktag des Heiligen Nikolaus falle. Er nehme uns mit auf dem Weg zur Krippe. „Das Zugehen auf das göttliche Wunder, die Sehnsucht und Erwartung äußerte sich vielfach in volksmusikalischer Weise, die schon immer unsere Herzen berührt hat“. Sein Dank galt vor allem dem Organisator Bertram Erhardt, dem es zum dritten Mal gelungen sei, das Alpenländische Adventsingen in die Stadtpfarrkirche zu holen.

Über 2.700 Zuhörer haben die sechs Veranstaltungen in Neustadt, Speinshart und Waldsassen bisher besucht. „Auch heuer konnten wir bei weitem nicht alle Kartennachfragen für unsere Stadtpfarrkirche erfüllen“, bedauerte der Geistliche. Beide Veranstaltungen, am 06.12. in Neustadt und am 07.12. in der Basilika in Waldsassen, zählten 1.100 Besucher. Die große Nachfrage lässt sich sicher auf den ausgezeichneten Ruf und das musikalische Können der teilnehmenden Gruppen zurückführen. Für Erhardt ist ein wichtiger Grundgedanke aber auch die Ausrichtung nach der alten Tradition der Adventsingen. „Mit den Liedern und Weisen sowie den Texten soll das Gefühl vermittelt werden, wie der Advent außergebirg und innergebirg begangen wird“.

Einmal mehr überzeugte Erhardt als ausdruckstarker Sprecher, der auch für die Auswahl der besinnlichen und teils heiteren Texte zwischen den Musikstücken verantwortlich zeichnete. Darin beschäftigte ihn unter anderem die Frage, wer dieser „Owie“ wohl ist, der im Lied „Stille Nacht“ aus dem göttlichen Mund lacht. Er erklärte auch den alten alpenländischen Brauch des Anklöpfelns. Als Anklöpfler zogen die „Puchwieser Sänger“ (die Ehepaare Golser, Hetz und Windhofer) in die Kirche ein und setzten den Brauch, bei dem um milde Gaben gebeten wird, musikalisch in Szene. Claudia Golser, Kathi Hetz und Heidi Windhofer sangen auch im „Puchwieser Frauendreigesang“ mit ihren beeindruckenden Stimmen.

Für die musikalische Gesamtleitung war wieder Peter Windhofer verantwortlich. Er spielte auch bei der „Pongauer Geigenmusi“ gemeinsam mit Birgit Lang (Geige), Annemarie Fischbacher (Harfe), Kaspar Fischbacher (Diatonische) und Herbert Klieber (Kontrabass). Sie spielten Landler („Rauriser Landler“) und auch Walzer („Eiswalzer). Fischbacher und Klieber zogen auch ihre Diatonischen bei der „Höllberg Ziachmusi“.

Die Blechinstrumente der „Neustädter Turmbläser“ mit Angela und Werner Schramek, Christine Fischer, Michael Erfurt, Reinhard Neumann und Gerald Bayerl füllten den Kirchenraum mit ihrem satten Klang und kamen bei der hervorragenden Akustik besonders zur Geltung. Der gemeinsam gesungene Andachtsjodler setzte den Schlusspunkt unter ein überaus gelungenes Adventsingen, das sowohl mit der breit gefächerten Auswahl der Musikstücke, dem musikalischen Können der Mitwirkenden und den gut ausgewählten Texten beim lange applaudierenden Publikum bestens ankam.